Werbung
Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2019 laut der OECD nur noch um 2,9 Prozent wachsen. Foto: Axel Heimken

OECD warnt vor schwächstem Wachstum seit Finanzkrise

Die OECD spricht von eskalierenden Handelsspannungen, die das Vertrauen und Investitionen belasteten. Die zunehmende politische Unsicherheit gefährde die Aussichten für die Weltwirtschaft, sagen die Experten.

  • 19.Sep 2019, 11:52 dpa
  • 30,190
  • 30

Paris (dpa) - Die Industrieländer-Organisation OECD erwartet im laufenden Jahr das niedrigste Wachstum der Weltwirtschaft seit der globalen Finanzkrise.

«Die Aussichten werden zunehmend fragil und unsicher», heißt es in dem am Donnerstag in Paris veröffentlichten Konjunkturausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastete die Wirtschaft.

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2019 laut der OECD nur noch um 2,9 Prozent wachsen. Im Mai war sie noch von einem Plus von 3,2 Prozent ausgegangen. Im Vorjahr war die Weltwirtschaft um 3,6 Prozent gewachsen. Für die Eurozone und die USA wurden die Prognosen für das laufende und das kommende Jahr gesenkt.

Werbung
Werbung

Besonders skeptisch blickt die OECD auf Deutschland. Hier wurde die Prognose für das laufende Jahr um 0,2 Punkte auf 0,5 Prozent reduziert. Noch stärker wurden die Erwartungen für 2020 gesenkt: Es wird nur noch eine Zunahme beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,6 Prozent erwartet. Im Mai war noch von 1,2 Prozent ausgegangen worden. Deutschland wird als exportorientierte Volkswirtschaft besonders stark durch die Handelskonflikte belastet.

Die OECD spricht von eskalierenden Handelsspannungen, die das Vertrauen und Investitionen belasteten. Die zunehmende politische Unsicherheit gefährde die Aussichten. Bisher habe vor allem die Industrie unter den Handelskonflikten gelitten.

In China wird eine graduelle Konjunkturabschwächung erwartet. Allerdings besteht laut OECD die Gefahr eines stärkeren Abschwungs. Dies könne zu einer längeren Phase einer schwachen Importnachfrage führen. Eine großes Risiko sieht die OECD mit Blick auf Großbritannien. Ein Brexit ohne Einigung könnte Großbritannien im kommenden Jahr in eine Rezession stürzen. Dies würde das Wachstum in ganz Europa merklich reduzieren.

Werbung
Werbung

Nach Rot-Schock in Estland: Gündogan hält Löw-Team auf Kurs
Regierungspartei stärkste Kraft bei Parlamentswahl in Polen
Diesel-Rückruf: Scheuer wirft Daimler «Salamitaktik» vor
AKK: AfD ist politischer Arm des Rechtsradikalismus
Reiseveranstalter buhlen um Kunden der deutschen Thomas Cook
«Unteilbar»: Tausende bei Demo gegen Antisemitismus erwartet
Treffen in schwierigen Zeiten: Tagung von IWF und Weltbank
Türkische Offensive in Syrien: Trump rät Kurden zum Rückzug
Frodeno und Haug siegen auf Hawaii - Drama um Lange
Türkei: Strategisch wichtige Stadt in Nordsyrien eingenommen
Vielen Ostsee-Fischern droht das Aus
Boeing-Chef Muilenburg gibt Verwaltungsratsvorsitz ab
Harte Kritik an der AfD nach Anschlag von Halle
Kipchoge durchbricht Marathon-Zwei-Stunden-Schallmauer
Waldbrände in Kalifornien treiben Tausende in die Flucht
Jubel für Friedrich Merz beim Deutschlandtag der JU
Pentagon: US-Truppen durch türkische Artillerie beschossen
Daimler muss erneut Hunderttausende Diesel zurückrufen
Metro verkauft China-Geschäft
Handelsgespräche mit China gehen weiter
Goliath gegen David? Kampfkraft von Kurden und Türkei
Die tödliche Gefahr aus dem 3D-Drucker
Die AfD und der Terror von Halle
Lebensmittelrückrufe in Deutschland häufen sich
Bahn saniert mit Milliardenaufwand 2000 weitere Brücken
EU und Großbritannien starten neue Verhandlungsrunde im
Der Frieden zwischen Äthiopien und Eritrea
Dyson bläst Pläne für Elektroauto ab
Geldvermögen der Privathaushalte weiter gestiegen
Äthiopiens Abiy Ahmed: Der Reformer vom Horn von Afrika